Schönecken und Wetteldorf im Zeitspiegel

Die Wappen der Herren von Schönecken

Wappen der Gemeinde

Teil 1
400 v.Chr. - 1200
Teil 2
1201 - 1400
Teil 3
1401 - 1600
Teil 4
1601 - 1800
Teil 5
1801 - Gegenwart
ca. 400 v. Chr. bis 100 n. Chr. Erste Siedlungen im Raum Schönecken gehen auf die Keltenzeit zurück, in dieser Zeit entstand die Keltenfliehburg oberhalb des Altburgtals.
100 n Chr. ff In den Vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts kam es in und um Schönecken durch den Bürger Wellenstein zur Entdeckung vieler Grundmauern ehemaliger römischer Gebäude. Hierbei wurden einige römische Münzen, Tonkrüge, Werkzeuge, Waffen, Tonziegel und diverse Scherbenarten gefunden. Grundmauern wurden entdeckt in Schönecken, Dingdorf, Winringen, Niederlauch, Hersdorf und Schartzberg um nur die wichtigsten zu benennen. Auf "Taufendell", "Ratenberg" und der Germarkung Oberlauch wurde zahlreiche römische Grabstätten entdeckt und auch ausgegraben. Unter anderem das Grab eines römischen Feldherren bei Oberlauch.
762 König Pippin schenkt dem Kloster Prüm den Hof Wetteldorf.  Schutzvögte der Abtei werden die Grafen von Vianden.
855 vermutliche Gründung des Ortes Schönecken.
893 steht Wetteldorf unter der Bezeichnung Wetteldorpht in dem Güterverzeichnis der Abtei Prüm und war ursprünglich eine Filiale der Mutterkirche Rommersheim.
910 Im Chor der alten St.-Leodegar Pfarrkirche befinden sich Restteile einer Kapelle, die im Jahre 910 in Wetteldorf gebaut wurde. Noch 1834 war die Jahreszahl 910 im Chor vorhanden, wie aus einem Briefwechsel des Pfarrers Herzig aus Wetteldorf mit der bischöflichen Behörde in Trier zu ersehen ist. Auch bei "Oster", Geschichte der Pfarreien, finden wir auf Seite 392 nachstehenden Hinweis auf eine ältere Kapelle: "Als man 1919 die Kanzel an den Torbogen versetzte und diesen durchbrach, fand man, dass der heutige Chorbogen eine spätere Zutat darstellt. Der alte Chorbogen aus mächtigen Sandsteinquadern setzte unmittelbar an der Außenmauer seine Wölbung an. Wahrscheinlich wurde der jetzige, schlankere Bogen geschaffen als Hintergrund für die Seitenaltäre, die früher hier stand."
933 wird erstmals "Schöneck" im Zinsverzeichnis des Prümer Abtes genannt, und mit dem Aufstieg der Prümer Abtei gewinnt auch der Raum Schönecken an Bedeutung.
1050 traten die Viandener Grafen ihre Vogtei in Schönecken an ihre Seitenlinie, die Grafen von Hamm, ab, jedoch zogen sie ihre Lehen nach einiger Zeit auf Klage des Prümer Abtes Wolfram und einem Schiedsspruch Kaiser Heinrich des IV. wieder an sich zurück.
Es kann angenommen werden, dass sich die Viandener wegen der großen Entfernung von ihrem Stammsitz Vianden schon nach ihrer ersten Belehnung durch die Abtei Prüm zum Schutze ihrer Vogteigüter auf dem Burgberg zu Schönecken eine Wallburg errichteten, die später gegen den Willen der Abtei Prüm als Burg erweitert wurde. Denn schon im 11. Jahrhundert wurden Wallburgen erweitert, der Wall wurde zum Mauerring, außer den Türmen und Ringmauern gab es einen überragenden Bergfried, von dem aus noch verteidigt wurde, wenn die Burg schon in den Händen des Feindes war.
ca. 1130-1150 Erbauung der Burg "Clara Costa".
1132 Übernimmt Friedrich I. von Vianden nach einem Schiedsspruch Kaiser Heinrich IV. wieder selbst die Schutzvogtei Schönecken. Es kann angenommen werden, dass um diese Zeit die Burg Schönecken erbaut wurde; spätestens aber in der Zeit, da Gerhard von Vianden als 31. Abt der Abtei Prüm (von 1185 bis 1212) regierte.
Ende Teil 1
400 v.Chr. - 1200
Teil 2
1201 - 1400
Teil 3
1401 - 1600
Teil 4
1601 - 1800
Teil 5
1801 - Gegenwart
Quellen:
(Es ist leider nicht möglich alle Quellen anzugeben.)
1) Heimatkalender Landkreis Bitburg-Prüm, verschiedene Jahrgänge.

2) "Führer durch Geschichte und Natur von Schönecken-Wetteldorf", Eifelverein, ca. 1956.
3) Webseiten verschiedener Art, z.B. von Gemeinden und Städten: Kyllburg, Fließem, Aachen, Feuerscheid, Saarland, NRW, Ostbelgien u.v.m.
4) Führer durch das Nimstal und das angrenzende Gebiet, Eifelverein Schönecken-Wetteldorf, ca. 1925, gedruckt von Buchdruckerei G.Kievel-Michels, Speicher.
5) Die Geschichte der Burg Schönecken - spätes 19. Jahrhundert, Druckerei unbekannt.